Moin,
ich bin Fiona von
Wurzeln und Wildheit!


Ich frage Menschen gerne, was „Natur“ für sie bedeutet. Denn obwohl ich mich nun schon über zehn Jahre mit dieser Frage beschäftige, fehlen mir selbst oft die Worte, wenn ich selbst nach einer Antwort suche.

Natur ist für mich nicht nur etwas Äußeres – wir sind ein Teil von ihr.

Ich glaube, dass diese Frage nach der Natur immer auch eine Frage nach uns selbst ist:
nach dem, was uns lebendig macht, nach Verbundenheit, nach Sinn und dem Leben selbst.

Für mich hat Natur viele Atmosphären, in die wir eintreten und uns auf unterschiedliche Weise begegnen können – besonders im Wald.

Und es gibt verschiedene Ebenen, sich mit ihr zu verbinden. Diese ganzheitliche Erfahrung war mir schon immer wichtig. Ich habe früh gespürt, dass wir Menschen uns von der Natur entfremden und sie ausbeuten, weil wir sie nicht mehr wirklich wahrnehmen, sondern hauptsächlich als Ressource sehen.

Aus dem Wunsch heraus, etwas für die Natur zu tun, begann ich ein Studium der Landschaftsarchitektur. Ich wollte eine vom Menschen geprägte Welt zu einem schöneren Ort für alle Lebewesen machen.

Doch bald merkte ich: Hier stand der Mensch zu sehr im Mittelpunkt. Ich fiel in eine Sinnkrise und fragte mich, was es überhaupt bedeutet, „etwas Sinnvolles für die Natur zu tun“.

Mit dieser Frage kam ich zur Philosophie.
Ich wollte den Geist ordnen und mich auf einer anderen Ebene mit Natur beschäftigen:

Was ist Natur überhaupt? Was ist die Stellung des Menschen? Was bedeutet Einheit, was das Individuum? Und wie sahen andere Kulturen und unsere Vorfahren die Beziehung zwischen Mensch und Welt?

Schon früh begegneten mir Naturphilosophen, Mystiker und fernöstliche Denkrichtungen wie der Daoismus und Zen-Buddhismus.

Ich fand in den Seminarräumen neue Impulse, doch im Wald fand ich die Antworten. Altes Wissen, Bücher und Gespräche sind für mich bis heute Quellen der Inspiration, aber meine eigentliche Lehrmeisterin bleibt die Natur selbst.

Nach meinem Bachelor begann ich einen Master in Angewandter Philosophie, merkte jedoch bald, dass die reine Theorie mir nichts mehr gab. Ich wollte den Kreis schließen – mit der Praxis. Denn für mich war Philosophieren immer eine Form des Tuns, keine reine Theorie im Elfenbeinturm, aber eben auch kein klassisches Handwerk. Also entschied ich mich, den Master abzubrechen und eine Ausbildung in einem ökologischen Gartenbaubetrieb zu beginnen.

Heute arbeite ich als Gärtnerin und gleichzeitig wächst meine Selbstständigkeit Wurzeln und Wildheit als Raum, in dem sich Theorie und Praxis begegnen. Hier fließen meine Erfahrungen aus Philosophie, Naturbeobachtung und Pflanzenkunde zusammen.

Ich möchte die letzten zehn Jahre Wissen und Erfahrung weitergeben; Nicht als Belehrung, sondern als Einladung, selbst Erfahrungen zu machen.
Denn echte Erkenntnis entsteht nicht durch Erklärungen, sondern durch das Erleben.

Mir ist wichtig, dass nicht ich im Mittelpunkt stehe.
Die Bühne gehört der Lehrmeisterin Natur.

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